Ich wollte euch eigentlich in diesem Blogpost auflisten, was ich in den letzten beiden Wochen alles getrieben haben, um euch zu verdeutlichen, warum ich mich gerade ausgepowert fühle. Körperlich – rein körperlich 😉…naja, und der Kopf, die Stimmung, das Gefühl folgen leider, wenn man sich lange genug auspowert 😏

Meine Gedanken sind 80% am Tag echt positiv und energiegeladen und in den letzten 20% eskaliere ich – von 0 auf 100%. Klingt ziemlich cholerisch und unberechenbar? Ist es auch! Meinen Töchtern und meinem Liebsten gegenüber werde ich laut – ziemlich laut. Meist abends, wenn der Akku schon mehr als leer ist…

Warum ist der Akku leer? Weil ich mich (wieder mal) in eine Situation der Überforderung gebracht habe. Dieses Mal, wie gesagt, „nur“ körperlich: zu wenig Schlaf, zu wenig Pausen, zu viel Alkohol auf zu vielen Partys in den letzten beiden Wochen. Ich bin halt keine 20 mehr [achselzuckender Smiley] – eher fast 39…und die Partys waren es auch jede für sich wert, aber trotz mega viel Lachen und positiver Vibes kann man sich in einen erschöpften Zustand manövrieren. 😬

Die Dokumentation meiner letzten beiden Wochen habe ich nach den ersten 3 Tagen abgebrochen 😂…der Artikel wäre sonst eher ein Buch geworden…für dich vermutlich ein ermüdendes. Aber das Fazit durch meine Auflistung möchte ich dir nicht vorenthalten!

In den letzten beiden Wochen habe ich unmenschlich viel geleistet – wie die meisten SuperMOMs! Die Grenze des körperlich Machbaren habe ich für mich überschritten. Und dennoch laufe ich strahlend durch die Gegend, weil meine Gedanken dabei nicht negativ waren/sind. Der Beobachter denkt sich, was ich denn wohl habe…ich sehe doch ganz fit aus. Der aufmerksame Beobachter sieht die Anzeichen von Augenringen, die bei mir glücklicherweise nicht sosehr zum Ausbruch kommen – unter den Augen ist mein Fell scheinbar dick genug 😉

Was mache ich jetzt? – diese Frage habe ich mir gestellt, weil ich nicht weiter Raubbau an mir selbst betreiben möchte. Also habe ich mich heute Morgen für 1-2 Stunden rausgezogen. Gerade in diesem Mo[ment sitze ich in einem Café, habe gut und gesund gegessen, mir ein leckeres Getränk gegönnt und eine Karte aus meinem Kartendeck für den täglichen Impuls gezogen. Was soll ich sagen? Das Universum weiß auch Bescheid und winkt mit dem Zaunpfahl 😉: Familie – Herkunft – FÜRSORGE!!

Ok, Fürsorge also. Ich fange an zu schreiben. Ich schreibe mir alles von der Seele…auf Papier…für mich…für dich!

Wie stellt sich meine Überforderung dar? Meistens durch Rumgeschreie meinerseits – wegen Kleinigkeiten. Und wer jetzt denkt, ich kann mir Sarah gar nicht vorstellen, wenn sie schreit…fragt mal meine Töchter und meinen Mann und meine Geschwister werden auch ein Liedchen davon singen können. Das konnte ich nämlich schon früher 😉 – im Überforderungsmodus. So auch wieder gestern Abend. Der Tag war ein Feiertag, wir waren völlig entspannt unterwegs. Mir kam es dann kurz vorm Schlafengehen in den Kopf, dass die Kinder ihre Sportplatz-Sand-Kruste dringend noch in der Badewanne statt in den Laken lassen sollten. Tja, was soll ich sagen? 🤷🏻‍♀️ Wer meine Töchter kennt, der weiß, dass Baden alleine wegen der Haare schon nicht schnell gehen kann – vorm Schlafen 😂🤪. Die Kinder übermüdet und ich noch mehr, und dann hab ich wegen allem(!) rumgeschrien 😔 Ich habe es in der Situation selbst gemerkt, konnte das Drama aber leider nicht unterbrechen. Ich habe es wahrgenommen und trotzdem gedacht, ich habe aber doch recht und habe das Drama weiter forciert. HEUTE mache ich was dagegen. Ich sorge für mich!! Denn ich bin überzeugt, dass zuhause alles wieder gut wird, wenn ich in meiner Mitte bin.

Mama ist die Mitte!

Mama ist die Mitte…der Familie.
Mama ist die Mitte…auch, wenn ich es manchmal nicht sein will.
Mama ist die Mitte…leider auch, wenn ich selbst nicht in meiner Mitte bin.

Bist Du Dir Deiner Mitte bewusst?
Bist Du Dir bewusst, dass Du die Mitte Deiner Familie bist?

Dieses Mal spüre ich bewusst, dass ich in den letzten Monaten/Jahren so viele Werkzeuge in meinem Methoden-Werkzeugkasten gesammelt habe und so viel achtsamer mit mir umgehe.

Hey, dieses Mal waren es „nur“ zwei Monate Raubbau!
Vor meinem Total-Shutdown im Jahr 2015 waren es ca. 2,5 Jahre 😳!! Das ist doch eine beachtlich gute Lernkurve, oder?

Ich möchte dir aber nicht verschweigen, dass ich mich gestern Abend (natürlich) noch selbst fertig gemacht habe! Warum bin ich in dem Drama geblieben? Warum bin ich nicht einen Schritt zurückgetreten, habe tief durchgeatmet, mich bei meinen weinenden Töchtern und dem Liebsten entschuldigt? Keine Ahnung?! Vielleicht weil ich auch ein herrlich unperfekter Mensch bin – auf der Reise des Lebens? 🤔

Es ist eben nicht so einfach. Weil ich mir diese Handlungsmuster über 35 Jahre – bewusst, aber wahrscheinlich meistens unbewusst – angeeignet habe. Und genau das macht es so schwierig. Wir machen so vieles unbewusst und automatisch – nach tief verankerten Mustern und Glaubenssätzen.

Aber ich werde im bewusster. Und du kannst das auch. Hör bitte auf, dich selbst zu verurteilen und zu bestrafen! Du bist eine wunderbare frau, eine SuperMOM. Wir sind alle auf dem Weg!

Begleite mich gerne weiter auf meiner Reise. Ich möchte so viele von euch, wie nur irgend möglich inspirieren auch gnädiger mit sich selbst zu sein und sich bewusst auf die Reise des Lebens zu machen.

In Kürze werde ich ein weiteres Angebot für SuperMOMs veröffentlichen. Schon jetzt kannst du dich für den nächsten SuperMOM-Workshop am 15.06. anmelden. Der letzte war ein voller Erfolg [Link zum letzten Blogartikel]. Weitere Infos findest du derzeit auf Facebook [Link] oder bekommst du, wenn du mich direkt kontaktierst FB, IG oder WhatsApp.

Hab ein wundervolles Wochenende. ☀️ Sorge gut für dich und denke immer daran: Du bist nicht alleine und du bist genau richtig!!

Fühl dich von Herzen gedrückt, Sarah 💜

Photocredit: pixabay.com – DigiPD